Interview mit Jason “Amaz” Chan

Interview mit Jason “Amaz” Chan
Interview mit Jason “Amaz” Chan
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Und wieder haben wir ein Interview mit einem Twitch-Superstar für Euch am Start: The One and Only Amaz. Auch wenn ich ihn mit meinem Heiratsantrag ein wenig verschreckt habe, war das Gespräch mit ihm äußerst interessant, also schaut mal rein. Wir haben das Interview so gelassen, wie es ist, allerdings war die Blaschke so nett, es uns ins Deutsche zu übersetzen. Ihr findet die Übersetzung unter dem Video.

Gaucho: Du bist hier vor 2 Tagen angekommen, wie gefällt dir der Cup bisher?

Amaz: Gestern war ein langer Tag, es haben einige Spiele stattgefunden, ich habe viel Poker gespielt. Aber ich bin sehr froh, dass Xixo es geschafft hat und Orange auch. Zalae hat es leider nicht geschafft, aber er hat sehr gut gespielt.

Gaucho: Du hast also eigentlich den ganzen Tag Poker gespielt?

Amaz: Mehr oder weniger, ja. Und essen. Essen, schlafen, Poker spielen.

Gaucho: Hört sich gut an. Wann wirst du spielen?

Amaz: Ich glaube ich bin beim zweiten Spiel heute dabei, so gegen 3 Uhr glaub ich.

Gaucho: Wirst du gewinnen?

Amaz: Ja, das wäre gut. Gewinnen ist immer gut, verlieren fühlt sich nicht so gut an, also werde ich mein Bestes geben.

Gaucho: Wie stehen deine Chancen?

Amaz: Ich spiele gegen Gaara, wir haben schon viel gegeneinander gespielt vorher, ich weiß also in etwa, wie er spielt. Wenn ich keine Fehler mache, passt das schon.

Gaucho: Was ist für dich der Unterschied zwischen Turnierspielen und Onlinespielen?

Amaz: Bei Turnierspielen ist man konzentrierter, man ist für den Event da, wenn man online spielt bekommt man zum Beispiel Nachrichten von zig Leuten. Ich spiele auch gerne Liveturniere.

Gaucho: Ist das, was du aktuell machst, dein Hauptberuf? Hast du einen Plan B für den Fall, dass du irgendwann nicht mehr streamst?

Amaz: Ich mag eigentlich keinen Plan B. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, dann kann man immer noch planen.

Gaucho: Ok, also das machst du jetzt, und wenn es irgendwann aufhört, dann überlegst du, was du danach machst?

Amaz: Man plant ja nicht, dass etwas schiefgeht. Niemand plant, dass etwas schiefgeht. Das wäre doof. Plane richtig gut zu sein, überleg, was du erreichen kannst in deinem Bereich und dann schau, wie es läuft.

Gaucho: Hast du erwartet, dass es so gut läuft, als du angefangen hast zu streamen?

Amaz: Oh, es war eigentlich nur ein Hobby. Ich hab damals noch Saxophon Unterricht gegeben. Die Zuschauer mochten es aber, also hab ich noch mehr gemacht. Sie wollten, dass ich noch mehr streame, also hab ich den Saxophon Unterricht beendet. Es nahm eine gute Entwicklung und ich bin ziemlich froh darüber.

Gaucho: Wenn ich deine Streams sehe, seh ich dich oft mir den Händen fuchteln und du bist recht laut, und ich glaube, deswegen mögen die Zuschauer deine Streams auch so. Ist dir immer danach, oder machst du das manchmal auch mit Absicht?

Amaz: Es ist ein lustiges Spiel, da geht das. Wenn du ein langweiliges Spiel spielst, dann ist es schwer, das zu genießen, aber bei Hearthstone ist das möglich.

Gaucho: Gibt es Tage, an denen du keine Lust hast zu streamen und daran denkst aufzuhören?

Amaz: Es gibt Tage, an denen man sich zum Beispiel körperlich schlecht fühlt, oder müde ist. Aber auf der anderen Seite warten viele Leute auf meinen Stream. Wenn ich daran denke, dann zieh ich‘s einfach durch.

Gaucho: Du streamst jeden Tag?

Amaz: Nur an den Wochentagen, vier Stunden lang. Ich denke das ist okay. Viele andere Streamer streamen wesentlich mehr. Ich denke, wenn ich nur 20 Stunden die Woche streame, kann ich mich auf jeden Stream mehr konzentrieren.

Gaucho: Wie viel Vorbereitungszeit braucht so ein Stream?

Amaz: Normalerweise ist es nur so, dass man was isst, man macht den Stream an und legt los. Normalerweise. Aber wenn man ein Subgoal erreichen will oder es extra Content gibt, wenn ich ein Turnier hoste oder eine neue Expansion kommt… dann informiere ich mich vorher ein bisschen. Aber normalerweise macht man nur an und legt los. Gut ausruhen vorher, schlafen ist wichtig, essen ist wichtig und dann läuft es.

Gaucho: Also alles was du machst, ist streamen, essen und schlafen?

Amaz: Naja.. es lebt sich gut so, es lebt sich gut so. Und natürlich rede ich auch noch mit jeder Menge Leuten.

Gaucho: Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Amaz: Ich weiß es nicht wirklich. Wen interessiert das? Man sollte so leben, als ob jeder Tag der letzte wäre. Ich denke, ich weiß, was ich in einem Monat mache, aber es ist schwer in das, was darüber hinaus geht, Zeit zu investieren. Denn man sollte sich sehr gut auf das konzentrieren, was man gerade vorhat. Ich weiß nicht einmal, was ich in einem halben Jahr mache.

Gaucho: Ich mag diese Einstellung auch sehr gerne. Was sind deine Tipps für jemanden, der mit dem Streamen anfangen möchte?

Amaz: Man sollte konsequent sein, sich im besten Fall einen Zeitplan machen. Man sollte die Leute wissen lassen, dass man da ist. Es gibt viele Streamer, die viel streamen und dann in den Urlaub gehen, aber keinem Bescheid sagen, so dass keiner weiß, wo sie sind. Einen Stream oder eine Show macht man für die Zuschauer, sie wollen also wissen, wo sie dich finden können. Also verschwinde nicht einfach, mach nicht zu viele Pausen.

Gaucho: Hast du die Möglichkeit oft Urlaub zu machen? In den Urlaub zu fahren?

Amaz: Ich mag Urlaub nicht besonders, ich finde das ist Zeitverschwendung, denn da macht man nichts. Nach dem Urlaub ist die Arbeit immer noch da. Ab und zu ist Urlaub gut, aber aktuell mag ich meinen Job, es ist wie Urlaub.

Gaucho: Essen, schlafen, Hearthstone spielen klingt für mich auch wie Urlaub. Ich glaube, du hast die Frage schon beantwortet, aber könntest du dir auch einen anderen Beruf vorstellen? Hast du eine Idee, was das sein könnte?

Amaz: Ich hab schon einiges gemacht. Ich habe Saxophonunterricht gegeben, vorher war ich WoW Spieler, ohne damit Geld zu verdienen. 7 Jahre als Gilden- und Raidleiter. Es hat viel Spaß gemacht, aber irgendwann wurde es zu viel, Hearthstone ist da ausgeglichener.

Gaucho: Zu welchem Maß basiert Hearthstone auf Glück?

Amaz: Bei den besseren Spielern und in höheren Ranks kommt es schon auf Glück an. Jeder spielt gut, keiner macht Fehler. Aber selbst dann gibt es Züge, die manchmal kontraintuitiv sind, manchmal muss man zum Beispiel 5 Züge im Voraus planen oder man spielt ohne bestimmten Plan. Also um Hearthstonespiele zu trainieren, muss man die Matchups kennen. Wenn du als Schurke gegen einen Krieger spielst, was machst du dann. Es ist schon eine schwierige Konstellation, aber es gibt einen bestimmten Spielplan, den du durchführst um deine Gewinnchance zu erhöhen.

Gaucho: Welche Klasse wird deiner Meinung nach im Meta oben sein nach der neusten Erweiterung?

Amaz: Welcher Spieler oder welche Klasse?

Gaucho: Welche Klasse. Der Spieler wärst dann wahrscheinlich Du.

Amaz: Haha. Ich weiß es nicht. Paladin und Schamane bekommen sehr gute neue Karten. Die Klassen, die jetzt gut laufen, bekommen wirklich verrückte neue Karten, aber das haben wir auch von King Krush gedacht, und da war es nicht so verrückt, eher normal. Druiden bekommen nicht wirklich gute neue Karten, Maes auch nicht.

Gaucho: Denkst du, es verändert im Meta etwas?

Amaz: Ja, ich denke schon, aber Priester bekommen schlechte Karten, deshalb bin ich nicht sehr froh.

Gaucho: Magst du Auferstehung nicht?

Amaz: Auferstehung ist eine weitere Combokarte. Priester brauchen keine Combokarten sondern richtige Karten. Blizzard macht gerne 2/1 Karten für Priester, für 1 Mana. Hört auf damit!! Macht lieber 2/4er Karten für 2Mana, das ist wenigstens etwas. Mit mehr HP.

Gaucho: Warum mag dich jeder so sehr? Du bist einer der beliebtesten Streamer im Netz.

Amaz: Ich weiß nicht. Ich habe auch viele Hater.

Gaucho: Ehrlich?

Amaz: Natürlich! Aber es ist egal. Das Ziel eines Streams ist es, den Leuten Spaß zu bringen, und ich habe auch Spaß dabei. Wenn Leuten gefällt, dass ich Spaß habe, dann ist alles gut.

Gaucho: Dann ist es wohl die positive Einstellung. Er (Steve) hat einige Probleme mit Hatern und er regt sich sehr darüber auf, sagt ihnen sie sollen die Klappe halten. Wie gehst du mit Hatern um?

Amaz: Ich denke die meisten Hater schreiben sehr viel und sind besonders laut. Also wenn man denkt, man hat viele Hater, dann sind es eigentlich nur etwa 1%, die machen 99% des Trashtalks aus. Gleichzeitig versuchen die Hater dich aber auch besser zu machen. Wenn es ihnen egal wäre, würden sie erst gar nichts sagen. Manchmal mussman das Feedback aufnehmen. Man muss trennen können, was Feedback ist und was Show.

Gaucho: Schlechtes Feedback ist für gewöhnlich sogar besser als gutes Feedback.

Amaz: Jedes Feedback ist gut. Man muss nur wissen auf welches man hören sollte. Manchmal kann man etwas nicht verbessern. Wie zum Beispiel bei „Amaz, warum kannst du keine Frau sein?“ Was für ein Feedback ist das denn?

Gaucho: Das könnte auch gutes Feedback sein.

Amaz: Oh, kommt drauf an, wen man fragt. Vielleicht für dich.

Gaucho: Bist du schon Millionär?

Amaz: Kommt drauf an. In Japan ja, der Yen ist gut.

Gaucho: Gute Frage, gute Antwort

Amaz: Gute Frage? Das war eine furchtbare Frage.

Gaucho: Deswegen sage ich das, Schreckliche Frage, gute Antwort. Also, danke für deine Zeit, es hat viel Spaß gemacht. Ich hoffe, du hast jetzt nicht allzu viel Angst.

Amaz: Vor dir nicht, vor ihm (Steve).

Gaucho: Das ist gut. Erzählt Leuten nicht einfach, dass ihr sie liebt und heiraten wollt. Das ist der Trick. Vielen Dank.

2 Comments

  1. Jason? Really? … Heavy Rain… Flashbacks…

  2. AMAZ <3 ein sehr hart arbeitender Streamer…schoenes Interview

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