WoW: Ein Interview mit Game Director Ion Hazzikostas

WoW: Ein Interview mit Game Director Ion Hazzikostas
WoW: Ein Interview mit Game Director Ion Hazzikostas
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Vor einigen Tagen veröffentlichten die Betreiber der Internetseite wired.com einen sehr interessanten neuen Beitrag, der im Grunde ein weiteres Interview mit dem für die fortlaufende Entwicklung von World of Warcraft zuständigen Game Director Ion Hazzikostas beinhaltete. Während sich andere Interviews aus den vergangenen Wochen alle hauptsächlich um die kommende Erweiterung Shadowlands und die Pläne des Entwicklerteams für die Zukunft drehten, so beschäftigt sich das Gespräch mit wired.com aber zum Großteil mit der Vergangenheit des Spiels. Dabei wollen die gestellten Fragen herausfinden, wie sich der soziale Aspekt des Spiels in den letzten 16 Jahren entwickelt hat und wie sich das Verhalten der modernen Spieler von den Anfängen des Spiels unterscheidet. Wer keine Lust hat das komplette Interview durchzulesen, der findet folgend eine nützliche Zusammenfassung.

 

Ion Hazzikostas: “The reality is that almost everybody was playing the game wrong. There were no rules. There was no right or wrong way to play.“

 

 

Die Zusammenfassung:

  • In den Anfängen von WoW war die Unüberschaubarkeit des Spiels ein zweischneidiges Schwert. Die Strategien der Spieler basierten hauptsächlich auf fragmentierten Informationen und solch eine Ungewissheit funktionierte nicht für jeden Spieler.
  • Wenn man das Ganze realistisch von einem modernen Blickwinkel aus betrachtet, dann spielten die meisten Menschen das Spiel in den ersten Monaten einfach nur falsch.
  • Aktuell hat das Internet optimiert, wie notwendige Informationen gesammelt und verteilt werden.
  • Aufgrund dieser modernen Umstände ist es eine ziemliche Herausforderung geworden beeindruckende Inhalte über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten.
  • In den Anfängen des Spiels kam die „Magie“ des Spiels durch die Größe der Spielwelt und den steinigen Weg zur maximalen Stufe.
  • Die anfängliche Spielwelt war feindlich, unbekannt und zwang die Spieler dazu einander zu helfen.
  • Da Spieler zusammenarbeiten mussten, war es damals wesentlich leichter die Fehler von anderen Spielern zu verzeihen.
  • Die Suche nach guten Mitspielern endete damals oft in neuen Freunden für ein dauerhaftes Verhältnis.
  • Wenn Spieler gemeinsam eine schwierige Herausforderung überwinden, dann stärkt das das Band zwischen diesen Personen.
  • Im Laufe der Zeit haben sowohl die Spieler als auch die Entwickler den Zugang zum Spiel einfacher gestaltet. Die Entwickler änderten Spielabläufe und die Spieler erschufen nützliche Guides oder Wikis mit Informationen.
  • Aktuell werden die Spieler beinahe schon zum Min-Maxing ihres Helden gezwungen. Die Einstellung in der Community treibt Spieler in diese Richtung.
  • Auch wenn Inhalte wie das Suchtool oder das Server Hoping nützlich sind und das Spielen einfacher gestalten, so haben diese Neuerungen aber leider auch dazu geführt, dass Fremde oft nur noch als verbrauchbare Hilfsmittels eingestuft werden.
  • WoW Classic soll nicht im Top Speed durchgespielt werden. Aus diesem Grund fühlt sich das Questen in WoW Classic auch weniger wie eine auf dem Weg zum eigentlichen Content liegende Notwendigkeit an.
  • Früher lief ein wichtiger Aspekt des Spiels darauf hinaus, dass man einfach so mit Fremden im Internet reden konnte. Mittlerweile ist diese Option aber uninteressant, weil beinahe jedes Spiel und jede Plattform im Net diese Option anbietet.
  • Auch wenn diese verzweifelte Suche nach anderen Menschen heutzutage etwas fehlt, so besteht der Kern von World of Warcraft aber weiterhin. Es ist ein Platz im Internet, der Spielern das Sammeln und das gemeinsame Spielen ermöglicht. Ein soziales Netzwerk mit einer Verkleidung als Fantasy-RPG.
  • Manche Dinge werden sie nie ändern. Drama in Gilden gab es in Vanilla und es gibt solche Probleme auch heute noch in BFA.
  • WoW hat eine sehr leidenschaftliche und involvierte Community. Die Entwickler sind ihren Fans sehr dankbar. Trotzdem versuchen sie auch weiterhin den mysteriösen Aspekt von World aufrechtzuerhalten.

 

 

 

(via)

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